Aktuelles

  • Gesprächskreis am 19. November 2019
    Für Angehörige und andere pflegende/betreuende Personen im Gemeindehaus Alsbach, Bickenbacher Str. 27, um 19 Uhr.
    Vorab-Anmeldungen sind nicht erforderlich

  • Vortrag am 24. September 2019

  • Maren Ewald bei ihrem Vortrag im Evangelischen Gemeindehaus Alsbach

    In Hessen gibt es zurzeit 15 selbstverwaltete Demenz-Wohngemein-schaften. Die Nachfrage nach diesen alternativen Betreuungskonzepten ist höher als das Angebot. Das betonte Maren Ewald von der Hessischen Fachstelle für Demenz-Wohngemeinschaft bei einer Veranstaltung der AG Demenz Nördliche Bergstraße in Alsbach.

    Nach ihren Angaben haben Demenz-WGs jeweils neun bis zwölf Bewohner, die von einem Pflegedienst betreut werden. In wenigen Fällen seien auch verschiedene Pflegedienste in einer WG tätig. Das Wohnen in einer kleinen, überschaubaren Gruppe mache die Attraktivität dieser WGs aus. Wenn die Angehörigen mit den Pflegeleistungen unzufrieden seien, könnten sie den Vertrag kündigen. „Das ist der entscheidende Unterschied zu Pflegeheimen“, sagte Maren Ewald. Deshalb seien Demenz-WGs insbesondere in Akademikerkreisen beliebt.

    Die Diplom-Soziologin, die auch das Statthaus Offenbach mit einer Demenz-WG, Betreuungsgruppen und einem Café für Demente und Nicht-Demente leitet, wünschte sich, dass auch mehr an Demenz Erkrankte in einer WG leben könnten, die keine Akademiker-Familie im Hintergrund hätten, sondern auf einen gesetzlichen Betreuer angewiesen seien. Dies sei heute noch die Ausnahme. „Jeder und jedem sollte es möglich sein, einen Platz in einer WG zu finden“, meinte Maren Ewald. Versuche, dass Menschen mit und ohne Demenz gemeinsam in einer Misch-WG wohnen, seien gescheitert.

    Hohe Brandschutzauflagen und fehlender Wohnraum

    Demenz-Wohngemeinschaften seien ein Baustein bei der Betreuung von Erkrankten. Die Erweiterung des Angebots stoße auf große Schwierigkeiten. „Meistens scheitert es an fehlendem und passendem Wohnraum. Zudem sind die Anforderungen an den Brandschutz enorm hoch“, erläuterte Ewald. Private Vermieter fänden sich deshalb kaum. Vielmehr seien Wohnungsbaugesellschaften, Kommunen und Kirchengemeinden gefordert, entsprechenden Wohnraum zu schaffen.

    Wie in jeder WG gebe es auch in Demenz-Wohngemeinschaften mitunter Konflikte unter den Bewohnern. Doch das Zusammenleben habe sich insgesamt als tragfähig erwiesen. Das wird von der Demenz-WG im Alten Forstamt in Jugenheim, der einzigen im Dekanat Bergstraße, bestätigt. Das zeige sich etwa beim Tod eines Mitbewohners. Der Leichnam könne bis zu 24 Stunden in seinem Zimmer bleiben. Die Erfahrung habe gezeigt, dass die anderen Bewohner diese Gelegenheit nutzen, um sich zu verabschieden.

    Die Fachstelle von Maren Ewald ist ein Förderprojekt des Hessischen Sozial-ministeriums. Sie berät bestehende Einrichtungen sowie Interessenten, die eine neue Demenz-WG ins Leben rufen möchten. Ob Pflegeheim, häusliche Betreuung oder WG – grundsätzlich spricht sich Maren Ewald beim Umgang mit Dementen für Validation aus. Das ist eine wertschätzende Haltung gegenüber den Betroffenen, die es erfordert, sich in deren Gefühlswelt hineinzuversetzen und deren Wirklichkeit als gültig zu akzeptieren. „Wenn eine Frau mit Demenz fragt, wann kommt meine Mutti endlich, und die Pflegekraft antwortet, Mutti kommt gleich, dann ist das keine Validation, sondern eine Lüge“, so Maren Ewald. Wer sich in die Gefühlswelt hineinversetze, antworte eher: „Ihre Mutter war eine tolle Frau."

  • Betreuungsgruppe "Lichtblicke"
    Wir sind mittwochs von 12 - 17 Uhr im Melibokusraum, 2. Etage, im Seniorenheim Agaplesion Haus Bickenbach, Auf der alten Bahn 8 in Bickenbach anzutreffen.

    Es gibt noch freie Plätze in der Betreuungsgruppe. Sprechen Sie mit uns, wenn Sie an einer zeitweisen Betreuung Ihrer Angehörigen interessiert sind.
    Telefon: (06257) 99 80 890
  • Die Termine des offenen Gesprächskreises für das Jahr 2019 im Überblick:

    19. Februar 2019
    19. März 2019

    16. April 2019
    21. Mai 2019
    18. Juni 2019

    Juli Sommerpause

    20. August 2019
    17. September 2019
    15. Oktober 2019
    19. November 2019

    Dezember Winterpause

    jeweils um 19 Uhr.